Methodik & Redaktion

Wie wir ERP-Systeme einordnen — und was das nicht bedeutet.

Neutralität ist keine Selbstaussage, sondern ein überprüfbares Vorgehen. Auf dieser Seite steht transparent, nach welchen Kriterien Systeme auf erp-check.info eingeordnet werden, wie die Redaktion arbeitet und wie Unabhängigkeit strukturell gesichert wird.

1. Redaktionelle Grundsätze

Die Plattform folgt vier redaktionellen Grundsätzen, die für alle Inhalte gelten – Startseite, Deep-Dives, Wissen und Produktseiten:

  • Anbieterübergreifend statt Produktwerbung. Keine bezahlten Platzierungen, kein „Anbieter der Woche“, kein hervorgehobenes System.
  • Einheitliche Kriterien. Jedes betrachtete System wird nach denselben Achsen eingeordnet – unabhängig davon, ob der Anbieter groß oder klein ist.
  • Fachliche Einordnung vor Emotion. Stärken und kritische Punkte werden beide genannt. Kein System wird ausschließlich positiv dargestellt.
  • Trennung von Einordnung und Leistung. Bezahlte Leistungen (Auswahlberatung, Lastenheft) sind als solche gekennzeichnet und werden von einem Partner erbracht – nicht von der Redaktion selbst.

2. Bewertungskriterien

Die Einordnung erfolgt entlang von sechs Achsen, die sich in Projektsituationen wiederholt als entscheidend erwiesen haben:

  1. Größen-Fokus. Welche Unternehmensgröße adressiert das System typischerweise glaubwürdig?
  2. Internationalität. Wie tragfähig ist das System bei mehreren Ländern, Sprachen und lokalen Compliance-Anforderungen?
  3. Bereitstellungsmodell. Cloud, Hybrid, On-Premise – und wie realistisch sind die jeweiligen Optionen heute?
  4. Funktionale Stärken. Welche Module sind typischerweise tragend, welche eher Ergänzung?
  5. Kritische Projektpunkte. Wo scheitern Projekte mit diesem System erfahrungsgemäß – TCO, Partnerqualität, Customizing, Rollout-Tiefe?
  6. Entscheidungs-Trigger. Was sind typische Konstellationen, in denen das System erfahrungsgemäß die richtige Wahl ist.

Es gibt bewusst kein Zahlen-Scoring und kein Ranking. Ein Scoring würde Kriterien-Gewichtungen vortäuschen, die erst im konkreten Projekt entstehen können.

3. Arbeitsweise der Redaktion

Die Inhalte entstehen in einem mehrstufigen Prozess:

  1. Recherche. Öffentlich zugängliche Produktinformation, Herstellerdokumentation, Analystenmaterial und eigene Projekt­erfahrung.
  2. Strukturierung. Jede System-Einordnung folgt demselben Schema (sechs Achsen, siehe oben), damit Systeme vergleichbar bleiben.
  3. Gegenprüfung. Inhaltliche Einschätzungen werden intern gegengelesen, bevor sie publiziert werden.
  4. Fachpersonen dahinter. Die Redaktion besteht aus Personen mit langjähriger ERP-Projekterfahrung aus Operations-Sicht, nicht aus Berater-Marketing.

Hinweise aus der Leserschaft werden ernst genommen: Fachliche Korrekturen an Profilen sind willkommen und werden geprüft (siehe Abschnitt 6).

4. Unabhängigkeit & Finanzierung

Ein Fachportal lebt von seiner Unabhängigkeit. Deshalb ist das Finanzierungsmodell transparent gehalten:

  • Keine Seiten-Provisionen. Es gibt keine bezahlten Platzierungen, keine „Sponsored Slots“ und keine Affiliate-Links auf Systemseiten.
  • Keine Hersteller-Auftraggeber. Die Plattform wird nicht von einem ERP-Anbieter bezahlt oder betrieben.
  • Lead-Logik als Geschäftsmodell. Qualifizierte Anfragen können an geeignete Partner der Plattform weitergegeben werden – ausschließlich mit ausdrücklicher Einwilligung des Interessenten und ohne Einfluss auf die inhaltliche Einordnung.
  • Festpreis-Leistungen. Auswahlberatung und Lastenheft sind klar als bezahlte Produkte gekennzeichnet und werden von einem festen Partner (Tech IQ Business Consulting GmbH) erbracht.

5. Grenzen der Methodik

Eine ehrliche Methodik nennt auch ihre Grenzen:

  • Die Einordnung ist ein Ausgangspunkt, kein Ersatz für eine strukturierte Auswahlberatung oder ein Lastenheft.
  • Systembewertungen sind kontextabhängig: Dasselbe System kann in einem Unternehmen tragfähig, in einem anderen unpassend sein.
  • Märkte verändern sich. Editionen, Preisstrukturen und Partnerlandschaften wandeln sich — deshalb wird die Auswahl halbjährlich überprüft.
  • Die Plattform betrachtet bewusst eine Auswahl, nicht den gesamten Markt. Kriterium für Aufnahme: relevante Nachfrage im deutschen Mittelstand.

6. Aktualisierung & Korrekturen

Systemprofile und Vergleichsmatrix werden halbjährlich überprüft und bei relevanten Änderungen angepasst. Wer sachliche Fehler oder veraltete Informationen entdeckt, erreicht die Redaktion über die Kontaktseite. Korrekturen werden dokumentiert und im Impressum nachvollziehbar gemacht.

Letzte Überprüfung: April 2026.

Methodik verstanden — jetzt die eigene Ausgangslage einordnen.

Der Fit-Check wendet dieselben Kriterien auf Ihr konkretes Projekt an und liefert eine strukturierte Erst-Einordnung.

ERP-Projekt einordnen? Fit-Check starten